Ayurveda-Typen im Vergleich: Wer sollte was essen?

30. März 2021|5 min|

Endlich wieder schlemmen! Oder doch lieber weiterhin bewusst ernähren? Diesen Zwiespalt verspüren nach den aktuellen Fastenzeiten vermutlich viele Menschen. Es gibt jedoch eine tolle Möglichkeit, dem Körper trotz aller Verlockungen genau das zu geben, was er benötigt: eine ayurvedische Ernährung. „Vata“, „Pitta“ und „Kapha“ – das sind die drei Ayurveda-Typen. Welche Eigenschaften sie haben und welcher Typ zu dir passt, erfährst du im Artikel.

Das Wichtigste im Überblick 

  • Herkunft: Ayurveda ist ein 5000 Jahre altes Medizinsystem, das Gesundheitsprobleme direkt an der Wurzel behandelt. Hierbei gibt es drei sogenannte Dosha-Typen.
  • Vata: Vata-Typen neigen zu Stress und Verdauungsproblemen. Sie benötigen Regelmäßigkeit und nahrhafte, fettarme Speisen.
  • Pitta: Pitta-Typen neigen zu Entzündungen und Sodbrennen. Sie sollten nicht über ihren Hunger essen und Frittiertes sowie Scharfes meiden.
  •  Kapha: Kapha-Typen neigen zu einem trägen Stoffwechsel und Übergewicht. Sie profitieren von einer ausgewogenen Ernährung und warmen Mahlzeiten.
  • Ayurveda-Gebote: Die sieben Gebote gelten für alle Typen. Sie geben Empfehlungen für Mäßigkeit, Qualität, Ruhe und Achtsamkeit beim Essen.
  • Ziel: Tridosha bezeichnet den idealen Einklang aller drei Energien.

Was ist Ayurveda?

Ayurveda bedeutet übersetzt so viel wie „die Wissenschaft vom langen Leben“. Es ist das älteste ganzheitliche Medizinsystem der Welt und etwa 5000 Jahre alt. Seine zeitlosen Lehren und Methoden kannst du sehr leicht in deinen Alltag integrieren. Für ein gesundes und glückliches Leben.

„Beim Ayurveda steht der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt“, sagt Dr. med. Harsha Gramminger. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkannte Ayurveda 1976 offiziell als traditionelle Medizin an. Denn Ayurveda geht bei der Bekämpfung von gesundheitlichen Problemen direkt an die Wurzel und sucht dort nach den Ursachen.

Ayurveda-Typen: Vata, Pitta oder Kapha?

Laut Ayurveda gibt es grundsätzlich drei sogenannte Doshas. Der Begriff stammt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich übersetzt „Fehler“ – was gar nicht so falsch ist. Denn tatsächlich geben die Doshas bzw. verschiedenen Ayurveda-Typen einen Hinweis darauf, welche Probleme es in deiner Ernährung geben kann. Die Doshas sind je nach Typ unterschiedlich ausgeprägt. Das liegt an der entsprechenden Genetik der Menschen. Die folgenden Merkmale sind charakteristisch für die jeweiligen Ayurveda-Typen.

Ayurveda-Typ „Vata“

Ingwer auf einem Holztisch

Drei Optische Merkmale

  • leichter Körperbau, oft Untergewicht
  • kantiges Gesicht mit kleinen Augen
  • trockene Haut und sichtbare Venen

Drei typische Charakterzüge

  • friert schnell an Händen und Füßen
  • begeisterungsfähig und voller Elan
  • neigt zu viel Kummer und Sorgen

Drei Ernährungsprobleme

Der ultimative Hansefit-Tipp:

Menschen vom Ayurveda-Typ „Vata“ sollten darauf achten, regelmäßig zu essen und warme Getränke sowie Speisen mit nur wenig Fett zu sich zu nehmen. Wir empfehlen die Geschmacksrichtungen süß, salzig und sauer. Geeignete Lebensmittel sind

Ayurveda-Typ „Pitta“

Petersilie auf einem Holztisch

Drei optische Merkmale

  • mittelschwerer Körperbau, athletische Figur
  • häufig Sommersprossen und Muttermale
  • dünnes Haar, Männer neigen zur Glatze

Drei typische Charakterzüge

Drei Ernährungsprobleme

  • Heißhunger durch starke Verdauung
  • Magen- und Sodbrennen, Neigung zu Entzündungen
  • anfällig für Zahnfleischinfektionen und Mundgeruch

Der ultimative Hansefit-Tipp:

Menschen vom Ayurveda-Typ „Pitta“ haben zwar eine gut funktionierende Verdauung. Sie sollten jedoch in Maßen essen und frittierte Speisen meiden. Kalte Speisen sind gut verträglich. Wir empfehlen die Geschmacksrichtungen sind herb und bitter. Geeignete Lebensmittel sind unter anderem Koriander und Fenchel. Saure Nahrungsmittel sollten hingegen nicht auf dem Speiseplan stehen.

Ayurveda-Typ „Kapha“

Chilischoten auf einem Holztisch

Drei optische Merkmale

  • schwerer Körperbau, oft übergewichtig
  • rundes Gesicht mit ausgeprägten Lippen
  • dunkles, kräftiges Haar und fettige Haut

Drei typische Charakterzüge

  • träge und kaum aus der Ruhe zu bringen
  • neigt zu Melancholie
  • große Ausprägung für Ausdauer, Stärke und Fürsorge

Drei Ernährungsprobleme

  • langsame Verdauung und träger Stoffwechsel
  • zu große Speisen bei mäßigem Appetit
  • Wassereinlagerungen durch reduzierten Stoffwechsel

7 Gebote für alle Ayurveda-Typen

Selbstverständlich können bestimmte Eigenschaften eines Typs stärker ausgeprägt sein als andere – oder sie sind durch Merkmale eines anderen Typs ergänzt. Die ultimative Kombination und Balance aller drei Ayurveda-Typen nennt sich „Trisdosha“. Die Folge: Ein Gleichklang aller drei Doshas, der zu Stabilität in jeglicher Hinsicht führt.Allerdings sollten auch Menschen vom Ayurveda-Typ „Tridosha“ diese sieben Grundregeln der ayurvedischen Ernährung befolgen.

  1. Iss in Maßen und fülle deinen Magen nie vollständig.
  2. Trinke vor dem Essen am besten nicht (zu viel).
  3. Verwende hochwertige (und nach Möglichkeit regionale) Nahrungsmittel.
  4. Nimm keine verarbeiteten Nahrungsmittel zu dir.
  5. Verhalte dich beim Essen ruhig und achtsam.
  6. Versuche unkontrollierte Zwischenmahlzeiten zu vermeiden.
  7. Vergiss Gewürze (Zimt, Nelke, Ingwer etc.) nicht.
Hummus, Dips und Gemüse auf einem Tisch

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Häufig gestellte Fragen rund um Ayurveda

Nein, in seinen Grundsätzen kann sich dein Dosha-Typ nicht ändern. Dein aktuelles Dosha-Gleichgewicht aber schon. Etwa indem du deinen Lebensstil oder deine Ernährung anpasst und so eine neue Balance herstellst.

Die 80/20-Regel bedeutet, dass du zu 80 % gesund und ayurvedisch leben solltest. Die restlichen 20 % erlauben dir Spielraum für andere Genüsse und Flexibilität bei deiner Ernährung. Das hilft, die Umstellung langfristig durchzuhalten.

Für Kapha-Typen eignen sich Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen, HIIT oder Tanzen. Für Pitta-Typen eignen sich wettkampforientierte Sportarten wie Tennis. Oder auch Mannschaftssport. Vata-Typen helfen sanfte Praktiken wie Yoga, Wandern oder Pilates.

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