Ayurveda-Typen im Vergleich: Wer sollte was essen?
Endlich wieder schlemmen! Oder doch lieber weiterhin bewusst ernähren? Diesen Zwiespalt verspüren nach den aktuellen Fastenzeiten vermutlich viele Menschen. Es gibt jedoch eine tolle Möglichkeit, dem Körper trotz aller Verlockungen genau das zu geben, was er benötigt: eine ayurvedische Ernährung. „Vata“, „Pitta“ und „Kapha“ – das sind die drei Ayurveda-Typen. Welche Eigenschaften sie haben und welcher Typ zu dir passt, erfährst du im Artikel.

Inhaltsverzeichnis
Was ist Ayurveda?
Ayurveda bedeutet übersetzt so viel wie „die Wissenschaft vom langen Leben“. Es ist das älteste ganzheitliche Medizinsystem der Welt und etwa 5000 Jahre alt. Seine zeitlosen Lehren und Methoden kannst du sehr leicht in deinen Alltag integrieren. Für ein gesundes und glückliches Leben.
„Beim Ayurveda steht der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt“, sagt Dr. med. Harsha Gramminger. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkannte Ayurveda 1976 offiziell als traditionelle Medizin an. Denn Ayurveda geht bei der Bekämpfung von gesundheitlichen Problemen direkt an die Wurzel und sucht dort nach den Ursachen.
Ayurveda-Typen: Vata, Pitta oder Kapha?
Laut Ayurveda gibt es grundsätzlich drei sogenannte Doshas. Der Begriff stammt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich übersetzt „Fehler“ – was gar nicht so falsch ist. Denn tatsächlich geben die Doshas bzw. verschiedenen Ayurveda-Typen einen Hinweis darauf, welche Probleme es in deiner Ernährung geben kann. Die Doshas sind je nach Typ unterschiedlich ausgeprägt. Das liegt an der entsprechenden Genetik der Menschen. Die folgenden Merkmale sind charakteristisch für die jeweiligen Ayurveda-Typen.
Ayurveda-Typ „Vata“

Drei Optische Merkmale
- leichter Körperbau, oft Untergewicht
- kantiges Gesicht mit kleinen Augen
- trockene Haut und sichtbare Venen
Drei typische Charakterzüge
- friert schnell an Händen und Füßen
- begeisterungsfähig und voller Elan
- neigt zu viel Kummer und Sorgen
Drei Ernährungsprobleme
- unregelmäßiges und hastiges essen
- Verdauungsprobleme und Verstopfung
- Schlafstörungen durch schlechte Verdauung
Der ultimative Hansefit-Tipp:
Menschen vom Ayurveda-Typ „Vata“ sollten darauf achten, regelmäßig zu essen und warme Getränke sowie Speisen mit nur wenig Fett zu sich zu nehmen. Wir empfehlen die Geschmacksrichtungen süß, salzig und sauer. Geeignete Lebensmittel sind
- Kräutertees,
- Ingwer,
- Zimt,
- Wurzelgemüse sowie
- Nüsse.
Ayurveda-Typ „Pitta“

Drei optische Merkmale
- mittelschwerer Körperbau, athletische Figur
- häufig Sommersprossen und Muttermale
- dünnes Haar, Männer neigen zur Glatze
Drei typische Charakterzüge
- empfindliches Hitzegefühl, Abneigung gegen Wärme
- temperamentvoll und impulsiv
- liebt sportliche Aktivitäten, muss sich bewegen
Drei Ernährungsprobleme
- Heißhunger durch starke Verdauung
- Magen- und Sodbrennen, Neigung zu Entzündungen
- anfällig für Zahnfleischinfektionen und Mundgeruch
Der ultimative Hansefit-Tipp:
Menschen vom Ayurveda-Typ „Pitta“ haben zwar eine gut funktionierende Verdauung. Sie sollten jedoch in Maßen essen und frittierte Speisen meiden. Kalte Speisen sind gut verträglich. Wir empfehlen die Geschmacksrichtungen sind herb und bitter. Geeignete Lebensmittel sind unter anderem Koriander und Fenchel. Saure Nahrungsmittel sollten hingegen nicht auf dem Speiseplan stehen.
Ayurveda-Typ „Kapha“

Drei optische Merkmale
- schwerer Körperbau, oft übergewichtig
- rundes Gesicht mit ausgeprägten Lippen
- dunkles, kräftiges Haar und fettige Haut
Drei typische Charakterzüge
- träge und kaum aus der Ruhe zu bringen
- neigt zu Melancholie
- große Ausprägung für Ausdauer, Stärke und Fürsorge
Drei Ernährungsprobleme
- langsame Verdauung und träger Stoffwechsel
- zu große Speisen bei mäßigem Appetit
- Wassereinlagerungen durch reduzierten Stoffwechsel
Der ultimative Hansefit-Tipp:
Menschen vom Ayurveda-Typ „Kapha“ sollten sich vermehrt auf die Grundsätze einer ausgewogenen Ernährung konzentrieren: Nur dann essen, wenn du hungrig bist. Außerdem ausreichend Zeit zwischen den Mahlzeiten vergehen lassen. Warme Speisen und Getränke sowie viel Gemüse sind perfekt. Fleisch solltest du hingegen meiden. Pikante Speisen regen die Verdauung an.
7 Gebote für alle Ayurveda-Typen
Selbstverständlich können bestimmte Eigenschaften eines Typs stärker ausgeprägt sein als andere – oder sie sind durch Merkmale eines anderen Typs ergänzt. Die ultimative Kombination und Balance aller drei Ayurveda-Typen nennt sich „Trisdosha“. Die Folge: Ein Gleichklang aller drei Doshas, der zu Stabilität in jeglicher Hinsicht führt.Allerdings sollten auch Menschen vom Ayurveda-Typ „Tridosha“ diese sieben Grundregeln der ayurvedischen Ernährung befolgen.
- Iss in Maßen und fülle deinen Magen nie vollständig.
- Trinke vor dem Essen am besten nicht (zu viel).
- Verwende hochwertige (und nach Möglichkeit regionale) Nahrungsmittel.
- Nimm keine verarbeiteten Nahrungsmittel zu dir.
- Verhalte dich beim Essen ruhig und achtsam.
- Versuche unkontrollierte Zwischenmahlzeiten zu vermeiden.
- Vergiss Gewürze (Zimt, Nelke, Ingwer etc.) nicht.

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